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  • Peter

Der Tag, an dem die Kuh kalbte

Aktualisiert: 10. März 2023

Ein ereignisreicher Tag war das heute. Vorher möchten wir aber nochmal auf etwas hinweisen: Alles, was Andy und Peter hier ausgeben für das eigene Essen, Wasser, Bier, Kaffee, für Geschenke an die Kids und unsere Helfer, die Mietkosten für Geralds Auto, das Benzin und auch die Flugkosten zahlen wir von unserem eigenen Geld. Jeder gespendete Euro fließt zu 100% in die Projekte für die Schule.


Gleich nach dem Frühstück machten wir uns daran, die verbliebenen 19 Pfeiler zu setzen. Ganz ehrlich, keiner von uns kann diese schweren, unhandlichen Monster mehr sehen. Geschweige denn, dass wir sie tragen wollen. Anfangs noch zu zweit mühen wir uns mittlerweile zu dritt damit ab, jeden verd... Pfeiler über das halbe Schulgelände zu wuchten. Der einzige, dem das scheinbar nichts ausmacht, ist unser ehemaliger Soldat und jetzige Securitymann Ezron. Was der in seinem kleinen drahtigen Körper an Muskeln verbirgt, ist beeindruckend. Auch Kenneth war wieder dabei. Seine Hauptaufgabe: Menschlicher Betonmischer. Im Verhältnis 1 zu 3 hat er den Beton auf dem Boden aus Zement und Sand angemischt. Andy hat heute seine ganze Körperkraft gezeigt und gleich mehrere 50 Kilo schwere Betonsäcke geschleppt. Peter war der Steineschlepper: Hier werden die Ziegelsteine selber gebrannt und wir haben diese für die Gründung der Pfeiler genutzt. Das verringert ein wenig den Verbrauch des teuren Zement und stabilisiert die Pfeiler zusätzlich.Und so haben wir eine weitere komplette Seite des Schulgeländes "eingepfeilert". Gerald hat jetzt ein Problem: Bisher fuhr er mit dem Auto über die Wiese auf die Straße. Jetzt muss er durchs Tor fahren und sehr langsam an allen Kids vorbei.


Dann kommen die langersehnte Zaunelemete. Maschendrahtzaun, kennt Ihr, oder? Also haben wir dann noch 2 Rollen, gut 44 Meter verbaut. Sieht recht gut aus und erfüllt seinen Zweck: Niemand, der auf dem Schulgelände nichts zu suchen hat, kommt rein. Und die Kids können nicht verloren gehen. Morgen ist für uns ein freier Tag. Kenneth fährt zu seiner kleinen Familie. Übrigens wird er wahrscheinlich mit der ihm von Andy geschenkten Wasserwaage schlafen, so glücklich war er darüber. Vorher haben wir mit ihm, Ezron, dem jungen Peter und Gerald das ugandische Wochenende mit Wasser und Cola eingeläutet.


Gerald hat mit uns einen kleinen Trip über die Dörfer gemacht. Wir haben viele freundliche Menschen getroffen, durften sogar bei einer Familie in die Küche schauen. Ziel war ein "Aussichtspunkt" bis zum Viktoriasee, an dem ein Haus für Priester neben einer Kirche gebaut wird. Und wer sich jetzt schon die ganze Zeit fragt, wann die Auflösung der merkwürdigen Überschrift kommt: Als wir ankommen, lag die Kuh der Nachbarn in den letzten Wehen. Dauert nicht lange und das Kalb war geboren. Auch mal was Anderes, in jedem Fall war das ein körperlich sehr anstrengender Tag mit wunderbaren Bildern am Abend. Sura burungi. Gute Nacht.


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