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  • Peter

Sonntagsmesse mit Überraschungen, Father Pipi, Big Mama und sengende Hitze

Am Sonntag durften wir die Schulmesse besuchen. In einen Wort: WOW! Die Kirche der Schule sieht nicht so aus, wie wir es kennen. Kein Glockenturm, keine Orgel, kein Altar. Aber gut 150 Schüler, Pfarrer Gerald und ein paar Dorfbewohner und Eltern. Alle Utensilien, die so ein katholischer Pfarrer benötigt, hat Gerald in einer größeren Samsonite-Aktentasche verstaut. Im weiss-lilafarbenen Ornat sieht er gleich ganz anders aus. Es wird viel gesungen, einige Kinder haben aus der Bibel vorgelesen und natürlich gab es auch eine Predigt. Verstanden haben wir nicht viel, aber gefühlt umso mehr. Uns kamen die Tränen, als ein Vater sich im Namen aller für unsre Arbeit bedankte und tatsächlich bekamen wir von den sehr armen Menschen Avocados, Ananas und Mangos geschenkt. Und Applaus von der Gemeinde. Peter hat sich dann auf englisch bei allen bedankt. Rührung pur!


Danach fuhren wir mit Gerald in den Süden Ugandas bis kurz vor Tansania. In Kakuutu gibt es ein Kloster mit Priesterfreunden. Father George, Father Vincent und Father Pipi empfingen uns mit offenen Armen. Die Wiedersehensfreude war bei Andy sehr groß, alle freuten sich, ihn zu sehen. Die Pfarrer hatten für uns Lunch vorbereitet: Fleisch, Gemüse, Kartoffeln. Und Bier. Es war ein toller Nachmittag, vor allem Father Pipi stellte sich als echte Stimmungskanone heraus. Er war mehrmals während seines römischen Theologiestudiums in Deutschland, kannte Johannes Paul II persönlich und wusste einige Witze zu erzählen. Außerdem ist er exakt einen Tag älter als Peter. Die beiden haben Nummern ausgetauscht, um 0 Uhr zwischen dem 24. und 25. Dezember werden künftig Glückwünsche zwischen Uganda und Deutschland ausgetauscht.


Next Stop: Besuch bei Geralds Mutter, genannt Big Mama. Wieder ein überaus herzlicher Empfang. Sie ist krank und ihre Nähmaschine kaputt. Dennoch ist Big Mama ein fröhlicher Mensch. Und hat ein Mädchen bei sich aufgenommen, um das sie sich liebevoll kümmert. Eine interessante Stunde auf dem Sofa in einem typischen ugandischen Haus.


Auf der Rückfahrt im beginnenden Dunkel der Nacht haben wir noch eine Matratze für unseren Securitymann Ezron gekauft. Der schlief bisher auf dem Boden. Geht ja mal gar nicht. Und haben noch 8 Säcke Mais für die Schule mitgenommen. Die Fahrt "nach Hause" zog sich dann sehr. Gegen 21 Uhr angekommen, waren wir ko.


Heute haben wir wie die Ochsen in sengender Hitze den Zaun auf 2 Seiten des Schulgeländes fertiggestellt. Leider sind die für heute zugesagten noch fehlenden 42 Pfeiler ebensowenig gekommen wie der fehlende Beton und Maschendrahtzaun. Wir hoffen auf morgen, sonst steht leider die Arbeit still. Jetzt sitzen wir bei Kartoffeln und Guacamole in der "Muzungu-Corner", trinken noch ein Bier und werden bald und aufs Ohr hauen.




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