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  • Peter

Afrikanischer Sturm, Besuch am Viktoriasee und Betonbauarbeiten

Heute wach geworden von Sturm, Gewitter und Regenschauer. Super für die gesetzten Pflanzen und Bäume, nicht so wirklich gut für unsere Pläne, heute mit dem Setzen der ersten Betonpfeiler zu beginnen.

Und der Strom war auch (mal wieder) weg. Also Frühstück mit Buchhaltung. Alles mal durchkalkuliert, was wir ausgegeben haben. Wir liegen voll im Plan. Gut so!


Wir wundern uns, dass es so ruhig ist in der Schule. Kein Gesang, kein Unterricht, völlige Stille. Gerald klärt uns auf: Freitags gehen die Kinder aller Schulen in der Umgebung in die einzige Kirche weit und breit. Gottesdienst jeweils 1 Stunde für Christen, Muslime und andere Religionen. Dann sahen wir die Kids im strömenden Regen zurückkommen. Mit den eigenen Tischen und Stühlen aus der Schule auf ihren kleinen Rücken. Die nehmen sie zur Kirche mit. Für uns unvorstellbar!


Da es immer noch nass war, beschlossen wir, zum Viktoriasee zu fahren. Gerald meinte, das sei quasi ein Katzensprung und hatte vorher auch mal gemeint, das ginge gut zu Fuß. Nun ja, solche "Schätzungen" sind halt african style. 5 Kilometer waren es. Zu Fuß wäre das eine knappe Stunde. Der See lag völlig ruhig vor uns, ein stiller Ausblick bis zum Horizont. Beim Fischer in schwarzem Anzug (5 Nummern zu groß), blau ausgeblichenem uraltem Businesshemd, Sandalen und geschätzt noch 4 schiefen Zähnen kauften wir frisch gefangene Nilbarsche.

Wieder zurück in der Schule war Grace mit ihren beiden Kindern unsere nächste Verabredung. Grace lebt seit einiger Zeit als Freiwillige hier in der Schule und kümmert sich um die kranken Kinder und hilft im Büro. Ihre beiden Kinder lebten bisher weit weg von ihrer Mutter bei der sehr armen Großmutter. Grace wurde von Vater der beiden verlassen und hatte kein Geld für ihre Kinder. Paul (4 Jahre) und seine Schwester Pauline (1,5 Jahre) können dank Patenschaften jetzt auch zur Schule gehen. Paul wird ab sofort von einer deutschen Lehrerfamilie Unterstützung. Und Pauline ist Peters Patenkind. Ich konnte es nicht ertragen, die Kleine völlig alleine bei ihrer Großmutter zu wissen.

Als der Regen aufhörte, konnten wir endlich mit unserem Hauptziel, dem Zaun rund um die Schule, beginnen. 23 sauschwere Betonpfeiler, jeder so um die 50 Kilo, haben wir heute gesetzt. Dafür haben wir 150 Kilo Zement und 450 Kilo Sand geschleppt, gemixt und in die Löcher verfüllt. Gottseidank hatten wir auch heute wieder Unterstützung von Kenneth und Ezron. ko sind wir aber trotzdem. Und haben uns damit in einer Woche vom "Muzungu" (so nennen die Ugandaer weisse Menschen hier) über Gartenarchitekten zu Betonfacharbeitern weiter entwickelt. Mal schauen, was noch so aus uns Bürotypen wird.

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